Schulen
Schulen vor neuen Herausforderungen
Schulen wie auch Unternehmen stehen derzeit unter einem steigenden Veränderungsdruck, um den Bedürfnissen der Gesellschaft besser gerecht zu werden. Coaching, das sich mit der Begleitung und zielgerichteten Unterstützung von sozialen Veränderungsprozessen beschäftigt, hat damit automatisch eine Aufgabenstellung im Bildungsbereich.
Der Veränderungsdruck im Bildungsbereich
Schulen sollen selbstständiger werden. Dazu gehören die Übernahme von Budgetverantwortung, Festlegen und Umsetzen von Schulentwicklungsmaßnahmen, zum Beispiel nach Evaluationsprozessen, Beschaffung von Sponsorengeldern angesichts leerer Haushaltskassen oder Übernahme des gesamten operativen Schulmanagements.
Weiter soll mehr Führungsverantwortung in die Schulen übertragen werden, wie beispielsweise durch direktes oder indirektes Führen der Lehrkräfte durch Schulleiter oder das Einführen zusätzlicher Führungsebenen (Teamleiter). Das Ziel lautet: Die Führungsspanne von Rektoren verringern. „Führung von Kollegen“ stellt in Schulen häufig aber ein völlig neues Konzept dar. Und Lehrer, die nicht zur Veränderung bereit sind, können nicht einfach versetzt oder entlassen werden – wie das in Unternehmen möglich ist.
Darüber hinaus wird erwartet, dass das Kollegium stärker als Team operiert, um einen besser abgestimmten Unterricht anzubieten, gemeinsame schwierige Schüler- oder Elternsituationen zu bearbeiten, aber auch, weil klar geworden ist, dass soziale Unterstützung der stärkste Schutz vor stressbedingten Gesundheitsbelastungen und vorzeitigem Ruhestand darstellt.
Schließlich fordert die Gesellschaft neue Unterrichtsformen, die sich mehr auf den einzelnen Schüler konzentrieren: Weg vom Frontalunterricht, hin zum Konzept des Lehrers als Lernberater und schülerzentriertem Coach.
Damit diese erweiterten Kompetenzprofile dauerhaft in den Schulen etabliert werden können, werden anspruchsvollere Auswahlverfahren, zusätzliche Ausbildungsinhalte und mehr Standfestigkeit gefordert. Schulräte, Bezirksregierungen und Ministerien sind hier gefordert.
Der Anspruch nach Messbarkeit und Transparenz der Unterrichtsleistung wächst. Die Einführung solcher Kriterien ist – ähnlich wie in Unternehmen – häufig mit einem hohen Angstpegel und Widerstand verbunden. Auch steigt die Erwartung, dass das Leitungspersonal und die Lehrerschaft ein persönliches Vorbild für Lernen und permanente Weiterbildung darstellen. Geld und Leistungskriterien oder Zielerreichung fallen bislang als Anreizfaktoren aber nahezu aus.
Coaching
Coaching ist eine ziel- und prozessorientierte Partnerschaft zwischen einem ausgebildeten Coach und einem gesunden Klienten zur systematischen Unterstützung von Veränderungsprozessen in Individuen und Gruppen. Der Coach hat keine eigene Agenda und hilft dem Klienten durch Erweiterung der eigenen Wahrnehmung neue und für seine Ziele wirksamere Gedanken und Verhaltensmuster zu entwickeln. Die Verantwortung für die Umsetzung verbleibt beim Klienten.
85 Prozent der Teilnehmer in einem Einzeloaching Programm haben die Gesamtzufriedenheit auf einer 10er Skala auf den höchsten Stufen mit 9 und 10 beurteilt.
Die wichtigsten Coaching-Ziele waren:
- Die Verbesserung der Führungsfähigkeit – beispielsweise Klarheit schaffen, Beziehungen verbessern, Führungsstrategie erarbeiten und auf Augenhöhe kommunizieren.
- Erhöhte Balance – beispielsweise durch mehr Zufriedenheit und Sicherheit im Arbeitsalltag.
- Verbesserte Eigenwahrnehmung – beispielsweise durch das bessere Erkennen und Verarbeiten von emotionalen Verstrickungen, mehr Gelassenheit und weniger Ungeduld zeigen.
Der Verein unterstützt maximal 3 zeitlich begrenzte Programme pro Schule.
„Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginnt nicht in der Fabrikhalle oder im Forschungslabor. Sie beginnt im Klassenzimmer“, so Lee Iacocca, der ehemalige Chef von Chrysler.